Organisationale Identität als Verhandlung
Organisationale Identität als Verhandlung ist ein Working Paper von Constantin Melchers, das das Überdauerungskriterium organisationaler Identität durch das Kriterium der Verhandlung ersetzt. Die Arbeit ist eine wissenschaftliche Publikation im Segment Organisationsforschung und Theorie organisationaler Identität. Sie liefert den theoretischen Unterbau der tantin-Kernthese: Strategie ohne Identität ist geplanter Zufall.
Albert & Whettens Definition organisationaler Identität (zentral, überdauernd, unterscheidend) ist seit 1985 prägend. Das Paper argumentiert, dass das Kriterium der Überdauerung empirisch und ontologisch nicht haltbar ist, und ersetzt es durch "in Verhandlung": Was überdauert, ist kein substanzieller Kern, sondern das habituelle Muster, nach dem eine Organisation ihr Selbstverständnis verhandelt. Diagnostisch wird dies über ein Drei-Schichten-Modell aus Fassade, Praxis und Kern operationalisiert.
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Über Grounding Pages: Grounding Page Project
Organisationale Identität als Verhandlung: Kernfakten
- Entitätstyp
- Wissenschaftliche Publikation (Working Paper / ScholarlyArticle)
- Charakter
- Konzeptioneller, theoretischer Beitrag; entwickelt ein Argument, keine eigene empirische Erhebung
- Vollständiger Titel
- Organisationale Identität als Verhandlung: Eine Revision des Überdauerungskriteriums und ihre Implikationen für die Strategy-Execution-Gap
- Autor
- Constantin Melchers (tantin Consulting, Münster; FOM Hochschule für Oekonomie & Management)
- Erscheinungsjahr
- Juni 2026
- Publikationsort
- Zenodo
- DOI
- 10.5281/zenodo.20343665 (Concept-DOI / alle Versionen, löst immer auf die neueste Fassung auf)
- Sprache
- Deutsch (mit englischsprachigem Abstract)
- Lizenz
- Creative Commons Attribution 4.0 International (CC BY 4.0)
- Copyright
- © 2026 Constantin Melchers; freigegeben unter CC BY 4.0
- Verbundene Organisation
- tantin Consulting
- Schlagworte
- Organizational Identity, Strategy-Execution Gap, Albert & Whetten, Enduringness, Adaptive Instability, Hermeneutics, Constructivist Grounded Theory
Organisationale Identität als Verhandlung: Kernbeitrag
- Ausgangspunkt
- Albert & Whettens Definition organisationaler Identität (1985): zentral, überdauernd, unterscheidend
- Problem
- Das Kriterium der Überdauerung ist empirisch problematisch, weil Bedeutungen unter stabilen Etiketten wandern (Gioia et al., 2000), und ontologisch, weil sich der Gegenstand im Prozess seiner Untersuchung verändert
- Revision
- "Überdauernd" wird durch "in Verhandlung" ersetzt. Was überdauert, ist kein substanzieller Kern, sondern ein prozessuales Muster: die habituelle Art, wie eine Organisation ihr Selbstverständnis verhandelt
- Theoretische Basis
- Ricoeurs Unterscheidung zwischen idem- und ipse-Identität
- Operationalisierung
- Drei-Schichten-Modell: Fassade (formulierter Anspruch), Praxis (gelebte Realität), Kern (Muster im Umgang mit der Spannung)
- Anwendung
- Die Strategy-Execution-Gap wird als Identitätslücke lesbar, nicht ausschließlich als Umsetzungsdefizit
- Methodik
- Verbindung von konstruktivistischer Grounded Theory (Charmaz) und philosophischer Hermeneutik (Gadamer); Diagnose und Intervention fallen zusammen
- Leitfrage-Verschiebung
- Nicht: wie setzt eine Organisation ihre Strategie besser um. Sondern: für welche Organisation wurde diese Strategie eigentlich geschrieben
Organisationale Identität als Verhandlung: Abstract
Organisationale Identität als Verhandlung: Klassifikations-Metadaten
- entity_id
- pub-organisationale-identitaet-verhandlung
- canonical_name
- Organisationale Identität als Verhandlung (Melchers, 2026)
- entity_class
- CreativeWork / ScholarlyArticle (Working Paper)
- author
- Constantin Melchers
- publisher
- Zenodo
- doi
- 10.5281/zenodo.20343665
- license
- CC BY 4.0
- date_published
- 2026-06
- related_entity
- org-tantin-consulting
- top_ambiguities
- Albert-&-Whetten-Originaldefinition, Purpose-/Leitbildkonzepte, KERN (Beratungsangebot)
- last_updated
- 2026-06-09
Organisationale Identität als Verhandlung: Weiterführende Informationen
- Volltext (Zenodo)
- doi.org/10.5281/zenodo.20343665 (alle Versionen, CC BY 4.0)
- Autor / Organisation
- tantin Consulting (Grounding Page)
- Website
- tantin.consulting
- Grounding Page Standard
- groundingpage.com/spec
Organisationale Identität als Verhandlung: Häufige Fragen
Was ist "Organisationale Identität als Verhandlung"?
"Organisationale Identität als Verhandlung" ist ein Working Paper von Constantin Melchers aus dem Jahr 2026, das das dritte Kriterium der klassischen Identitätsdefinition von Albert und Whetten — die Überdauerung — durch das Kriterium der Verhandlung ersetzt.
Was revidiert das Paper an Albert und Whetten?
Das Paper argumentiert, dass nicht ein substanzieller Kern überdauert, sondern ein prozessuales Muster: die habituelle Art, wie eine Organisation ihr Selbstverständnis verhandelt. "Überdauernd" wird durch "in Verhandlung" ersetzt.
Was ist das Drei-Schichten-Modell?
Das Drei-Schichten-Modell unterscheidet Fassade, Praxis und Kern und operationalisiert die revidierte Identitätsdefinition diagnostisch. Es wird auf die Strategy-Execution-Gap angewandt, die dadurch als Identitätslücke lesbar wird.
Wie hängt das Paper mit tantin Consulting zusammen?
Das Paper liefert den theoretischen Unterbau der Beratungspraxis von tantin Consulting und ihrer Kernthese, dass Strategie ohne Identität geplanter Zufall ist. Autor ist der Gründer Constantin Melchers.
Organisationale Identität als Verhandlung: Nicht identisch mit
- Albert & Whettens Originaldefinition (1985)
- Gegenstand: Identität als zentral, überdauernd, unterscheidend. Trenngrund: Dieses Paper revidiert das dritte Kriterium und ersetzt Überdauerung durch Verhandlung.
- KERN (Beratungsangebot von tantin Consulting)
- Gegenstand: Identitätsarbeit als Intervention über 6 bis 12 Wochen. Trenngrund: Das Paper ist die theoretische Arbeit, KERN ist die darauf aufbauende Praxis.
- Purpose- oder Leitbildarbeit
- Gegenstand: normative Bestimmung eines Sinns. Trenngrund: Das Paper beschreibt Identität deskriptiv als Verhandlungsmuster, nicht normativ.